SOMMER IN HEILIGENDAMM

Musik und Lyrics: Prinz Chaos II.

Die Tür springt auf
Alles wie im Traum
Mein Süßer fliegt in vollem Lauf zu mir
über Hecke und Zaun
Schlager ausm Ghettoblaster
rote Rosen regnen aufs Straßenpflaster
Lauf nicht wieder weg.
Tritt unsere Liebe jetzt nicht in den Dreck.


Verdammt! Du bleibst, wo Du bist!
Du weißt doch genau was los ist
Und ich spür Deine Angst und dass Du meinst,
vielleicht tut's ja auch ne kleine Dosis
Mach Dir nix vor! Das Leben kriegt Dich nur
als volle Dröhnung hart und pur
Das Chaos wird uns führen
Die Liebe öffnet alle Türen.


Oder geh wieder heim
zieh die Decke übern Kopf
Versink in Frust und Trauer
Putz die Bomng und stopf
Dir halt nen halben Sommer Illusionen rein
fühl Dich unter drückt, fühl Dich klein
Keiner kann Dich retten, Schatz
das gilt leider auch für mich
Wenn Du Dich nicht retten willst,
weil ohne das gehts nich


Aber schau, ich hab ne Karre, der Tank ist voll
im Kofferraum gibts Gras und Alkohol.
Fahr die Fenster runter,
ich steig aufs Gas, der Sommerwind
Unsre Haare flattern als schwarz-rote Fahne, mein Kind
Die allerletzte Chance ist oft die beste
Die pleite sind, feiern die schönsten Feste
Knallgrün die Bäume
Bunt die Rebellenträume


High! Ladies! In Heiligendamm!
Wir stürmen, rennen, tanzen! Jede wie sie kann
Hinterm Zaun ein leuchtender Strand
Sommer in Heiligendamm
So viel wie heut habn wir schon lang nicht mehr gekonnt
Eine Clownsarmee marschiert entschlossen an die Front
Ein heißer Wind, der die Antworten weiß
Sommer in Heiligendamm, so nice!


Ey, hör mal bitte zu,
wenn Gitarrensaiten mit Dir sprechen
Eine Nebelwand aus Tränen, Mauern biegen sich und brechen
Wenn wir endlich auf die Reise gehn
Nicht mehr feig im Abseuts stehn
Helicopter, Zaun und Dornenhecke -
Ein Hoch auf die Vergangenheit, und dass sie bald verrecke!


Dämonen jagen Dich! Die drücken runter wie ein Alp
Im Hafenbecken, die rostroten Wracks,
die schaukeln schwer und krank
Die wispern kalt, die ewig gleichen Namen
Von denen, die vor uns gingen und kamen
Der Überfluss, die fetten Jahre -
Vorbei! Unsre Träume und Haare
wiegen sich im Gelände, offen und frei
Komm süßer Fratz, steig ein
Wir habn Jahrhunderte vergeigt, aber:
Wir können auch Sieger sein!


Der Text ist veröffentlicht in:

"Stürmische Zeiten, mein Schatz"
die schönsten deutschen Liebesgedichte
ausgewählt von
Konstantin Wecker
erschienen 2009 im Piperverlag

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