Schlossbilder von Theodora Diehl
Sie näht Vorhänge, Kissen- und Sofabezüge, hat den (einstmals dem
Sperrmüll entrissenen) Pfauenthron des Chaosprinzen neu gepolstert,
beim Tag des Offenen Denkmals hat sie die Tombola organisiert ...
jetzt gibt es eine neue Serie von Schlosszeichnungen!
Die Prinzen-
Großmutter, Theodora Diehl (*1921), ist nicht mehr zu bremsen.
Ihre Begeisterung über Schloss Weitersroda hat wohl auch biographische
Gründe. Die Tochter des späteren Simpl-Wirts und Kabarettisten Theo Prosel (www.theo-prosel.de) wurde 1921 in der „Villa Lourdes“ in Meran (Südtirol) geboren, und verlebte ihre ersten drei Lebensjahre auf dem Josephsberg, wo Theo ein Ausflugscafe betrieb, sowie im „Bergschlössel“ ihrer Tante Anna Prosel.
Schließlich gab die Familie das Bergschlössel und den Josephsberg auf und zog gemeinsam auf Schloss Rainegg bei Brixen, wo Anna Prosel anschließend ein Kindererholungsheim für deutsche Kinder betrieb, während Theo und die Opernsängerin Julia Prosel von dort aus zu ihren Engagements auf zahlreichen Bühnen im deutschsprachigen Raum starteten. Die Weltwirtschaftskrise ließ aber Anfang der 30er Jahre die Kinder aus Deutschland ausbleiben. Die Familie Prosel musste Schloss Rainegg aufgeben und kam direkt nach München, wo die legendäre Künstlerkneipe "Simplicissimus" den Prosels eine neue Heimat und sozusagen zum Schlossersatz wurde.
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| Bergschlössel | Rainegg |
Den Verlust ihres Kindheitsschlosses aber hat Theodora "Dorli" Diehl
nie ganz verwunden. Jetzt, hoch in den 80ern, löst sich mit dem
Schloss ihres chaotischen Enkels das Schlosstrauma ihrer Kindheit.
"Ich habe mich gleich von den ersten Fotos her verliebt in dieses
Schloss!" sagt die Prinzen-Oma - ihre wunderschönen, sehr
frühlingshaften Zeichnungen des Schlosses atmen diese Verliebtheit.




