Proklamationen

 

 

München leuchtet

Askese, Kunst & Konstantin

Was habe ich diese Stadt nicht geliebt? Als ich 1996 von München aufbrach, damals wohnhaft in der Schwabinger Clemensstraße, war das jedenfalls ein tränenreicher Abschied. Aber mich lockte die Perspektive, eines Tages ein bedeutender Revolutionsführer zu sein so sehr, dass ich ein von Professor Mogk in Aussicht gestelltes Stipendium an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität ohne eine Sekunde zu zögern ausschlug - um in der Hamburger Bundeszentrale einer längst im Off der Weltgeschichte vergessenen linken Jugendorganisation zu arbeiten.

War ich damals vollständig deppert? Diese Frage drängt sich mir auf, wenn ich die wunderschönen Universitätsbauten entlang der Münchner Ludwigsstraße sehe – und mit den schäbigen, lieblos hinbetonierten Kaschemmen der Universität zu Köln vergleiche, wohin es mich dann über viele Umwege verschlagen hat zum studieren, natürlich dann ohne Stipendium.

Seit 1. Oktober weilen Merkwürden, Prinz Chaos II., wieder in München. Kaiser Konstantin hatte mich eingeladen, für ein Projekt rund um seine Online-Welt ein halbes Jahr in seinem Schwabinger Büro zu arbeiten. Und ich muss gestehen, dass ich diese Möglichkeit auch gerne angenommen habe, um mir nicht den dritten Schlosswinter in Folge anzutun. Leider sind nämlich die Folgen des letzten Stalingradwinters noch immer nicht ganz bewältigt, der Arzt diagnostiziert mir einen Tennis-Ellenbogen links und eine chronische Entzündung und Bänderverletzung im rechten Handgelenk.

Und so nutze ich die Chance einer regelmäßigen Tätigkeit, mich etwas zu kurieren. Und dazu gehört eine weitere meiner berüchtigten Askese-Phasen: kein Alkohol, kein Marihuana, keine Süßigkeiten. Kommende Woche werde ich fasten.

Da gibt es übrigens kein großartiges „Warum“. Ich spüre einfach, dass ich in dieser Phase meines Lebens das Maximum geistiger Klarheit und körperlicher Leistungsfähigkeit in die Waagschale des Schicksals werfen muss.

Gestern habe ich außerdem gemerkt, welch wirksame Provokation ein restlos nüchterner Mensch unter lauter saufenden Leuten darstellt. Und das hat mich, stets auf der Suche nach effektiven Provokationsmöglichkeiten aller Art, erst recht überzeugt, diese Askesenummer noch eine ganze Weile durchzuziehen.

In Weitersroda laufen derweil alle Systeme stabil. Der Hausschwamm geht seinem sicheren Tod entgegen – und ich möchte mich auch auf diesem Wege noch einmal bei allen herzlich bedanken, die sich am letzten Arbeitseinsatz beteiligt haben.

Grüsse von der Isar
Prinz Chaos II.



 

Schlossprojekt Weitersroda:
-Startschuss für Phase 2-

Seit Januar 2008 befindet sich Schloss Weitersroda in Besitz des Chaosprinzen. Schon fühlt sich die chöniglich-kaotische Regentschaft wie ein ganzes Zeitalter an. Jetzt stehen wir schon am Übergang zu Phase 2 der Schloss-Siedelung.

Während es im Schloss-Inneren zunächst darum ging, lebensfähige Siedlungszentren und funktionierende Alltagskreisläufe zu etablieren, stand Phase 1 ganz im Zeichen der Schloss-Außenpolitik.

Im unmittelbaren Schloss-Umfeld ging es um ein Kennenlernen, Abtasten und Sich-Aufeinander-Einwackeln. Dem Dorf Weitersroda wurde dabei, wie uns sehr bewusst ist, einiges zugemutet. Aber unser Dorf erwies sich als selbstbewusste und intakte Gemeinschaft – der moralisierende Spießigkeit weitgehend fremd ist.

Im politisch-öffentlichen Bereich absolvierte der Chaosprinz einen Marathon durch nahezu sämtliche Behörden. Hier kann zusammenfassend gesagt werden, dass die kompetente und geduldige Unterstützung von öffentlicher Seite eine verlässliche Größe für das Schlossprojekt geworden ist.

Die Schlosstore aufgerissen, strömten dann mehrere Hundert der engsten Prinzenfreundinnen und –freunde aus ganz Deutschland, aber auch aus England, Schweden, Holland, Japan, Thailand und den USA ins Schloss. Weitersroda als globales Dorf im globalen Dorf...

Veranstaltungen wie der Tag des Offenen Denkmals 2008, das Festival „Die Rückkehr der Unschuld“, Reggae-Parties in der neu eingerichteten Lounge und natürlich das Open Air Weitersroda im Juli mit Konstantin Wecker zogen überdies in kaum 1 œ Jahren gut Zweitausend Besucher nach Weitersroda. Dazu kamen öffentliche Angebote wie unser Weihnachts-Kaffee für die Rentnerinnen und Rentner im Dorf, das Kinder- und Familienfest in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Stadt Hildburghausen, zwei Kunstausstellungen, Klavierkonzerte etc.

Über alle Parteigrenzen hinweg reicht der Konsens, dass ein erfolgreiches Schlossprojekt in Weitersroda ein kultureller, aber auch wirtschaftlicher Gewinn für Stadt und Landkreis Hildburghausen sein wird.

Phase 1 war gekennzeichnet von einem kühnen Vorwärts-Chaotisieren auf diversen Ebenen. Es ging darum, den Schloss-Motor immer wieder zu starten, die Maschine irgendwie zum Laufen zu bekommen, Dynamik zu entwickeln, um fast jeden Preis. Der Einzug von drei weiteren Schloss-Bewohnern im August 2009 markiert den Übergang zu Phase 2.

Nunmehr ist das erste Stockwerk nahezu durchgehend besiedelt. Prinz Chaos II. und Fürst Shimizu befinden sich als Pioniere bereits auf dem Weg in den II. Stock. Das laufende Defizit weicht einem ausgeglichenen Schloss-Haushalt. Dazu kommen strategische Freund- und Partnerschaften mit unserem Schwesterschloss in Bedheim, der Autonomen Gebirgsrepublik Freizeitpark Waffenrod, sowie der Kulturbewegung Eisfeld e.V.

Wir danken hiermit allen, die uns in Phase 1 geholfen haben aus dem Startloch zu kommen!!

In Phase 2 geht es jetzt um Stabilität und Gründlichkeit, um Kontinuität, um nachhaltige, planvolle und sehr kontrollierte Weiterentwicklung. Kreativität bleibt Trumpf und wir wollen weiterhin für Überraschungen gut sein. Um dauerhaft auf der Erfolgsschiene zu fahren, braucht es Regelmäßigkeit und stabil funktionierende Strukturen.

Unmittelbar steht uns der alljährliche Härtetest des Winters bevor. Mit dem besiedelten Schloss-Riegel im ersten Stock, einer florierenden Gartengemeinschaft und zahlreichen aktiven Unterstützern aus der ganzen Region haben wir die Grundlagen für eine erfolgreiche Phase 2 geschaffen.

 

Und weiter geht's

Prinz Chaos II.

 

 




Das Geschenk der Götter

Open Air Weitersroda: Ein Erfolg reinsten Wassers

„Das Wetter war ein Geschenk der Götter“ erklärte mir Fürst Shimizu, nachdem es uns zweimal hintereinander die Abendkasse zerregnet hat beim ersten Open Air in Weitersroda. Echt: manchmal bringt mich Atsushi mit seiner Fernossi-Weisheit fast zum Ausflippen.

Der Familienname Shimizu bedeutet soviel wie reines oder heiliges Wasser. Und vielleicht haben wir den Regen versehentlich bestellt, als wir ein Plakat an der heilenden Quelle der Werra aufhängten?

Die 500 Leute beim Konzert von Konstantin Wecker und der Bairischen Anmutung waren jedenfalls da, weil es ihnen wichtig war, da zu sein. Niemand hat sein Kommen bereut. Und vielleicht gerade, weil die Anzahl von Schönwetterfans überschaubar, der Anteil von Wecker-Neulingen ungewöhnlich hoch war, wurde das Konzert in Weitersroda getragen von der Reinheit der Stille.

Auch die Helfer aus unserem wunderbaren Dorf und die aus ganz Deutschland eingeflogenen Helfer auf dem Schloss haben aber wohl bemerkt, dass durch den Regen, welcher uns auch am zweiten Konzertabend mit F.U.C.K treu blieb, zwischenzeitlich ein Fiasko drohte. Gemeinsam haben wir uns dagegen gestemmt. Erfolgreich.

Damit wollen wir uns zufrieden geben. Denn unendlich reich beschenkt wurde eine ganze Region mit diesem Kulturevent der Spitzenklasse, auf das jeder und jede der Beteiligten ewig stolz sein kann, mit zwei Konzerten auf großer Bühne, mit einer Kunstausstellung und einem Sommerfest in und ums Schloss!

Weitersroda hat dem Regen getrotzt!

Konstantin Wecker hat auf dem Sportplatz unseres Dorfes gesungen!

Schloss-Strukturen und Dorf-Strukturen haben effektiv zusammengearbeitet.

Das Wetter wechselt.

Diese Fakten bleiben.

Prinz Chaos II.



>>> LINK zum MDR Fernsehbeitrag<<<

>>> LINK zur Südthüringer Zeitung | Konzert der Hoffnungsträger |<<<

 



teaser

Liebe Leutinnen und Leute!


Ab in die Autos, Züge, Busse, aufgesessen auf die Drahtesel und Motorräder! Das Open Air in Weitersroda steht unmittelbar bevor. Je 25 km zwischen Coburg und Suhl, direkt an der A73, steigt das Event des Jahres. Endspurt, Countdown, ab in die Startlöcher!Konzert Plakat Der Tour-Tross von Konstantin Wecker und der Bairischen Anmutung nähert sich bereits. Über Kulmbach und einen Kurzauftritt beim jährlichen Musikfest auf dem Kloster Banz rollt die Konzertkarawane Richtung Hildburghausen.
Übrigens haben die Folkrocker von der Matchbookgroup als Vorgruppe gewonnen. Ab 18:30 auf der großen Bühne. Am Samstag, den 11. Juli, gibt es dann ab 12:00 das große Sommerfest am Schloss.
Für die Ausstellungseröffnung am 11. Juli um 15:00 (im II. Stock des Schlosses) erwarten wir neben Max André Müller und Baron Stockhausen aus Berlin die Malerin Emily Pütter. Und am Abend des 11. Juli rockt und lockt dann F.U.C.K auf der Großen Bühne, mit Heavy-Rock und einer sensationellen Bühnenshow! Unser Dorf zeigt derweil, woher der Name Weitersroda sprachgeschichtlich stammen muss: von weiter rotieren! Alle Schankwägen sind bis in die letzte Schicht besetzt, schon beginnen die Vorbereitungen auf dem Sportplatz, bevor dann die Wecker-Techniker auflaufen. Was für eine Welle der Unterstützung - dieses Dorf ist echt der Hammer! Alles roger, alles cool? Ich bin nervös. Zeitweise hysterisch nervös. Dann reagiere ich offensiv, setze mich ins Auto und hau nochmal ein paar Plakate raus. Oder ich telefoniere, schicke Emails rum, kläre letzte organisatorische Dinge mit unserem großartigen Team, mit Marc Sauerbrey, mit Gerd und Christian. Immer öfter aber wird meine Nervosität verdrängt von anderen, schöneren, aber ebenso spannenden Gefühlen: von einer tief empfundenen Dankbarkeit ... und von einer unbandigen Vorfreude! Konstantin (den ich privat übrigens "Vinz" nenne, nach einer seiner Rollen in einem Spielfilm), der Vinz also, der weiß wie man Freundschaft schreibt. Ihn am 10. Juli in Weitersroda begrüßen zu können, zu erleben, wie er mit den großartigen Jungs von der Bairischen Anmutung dieses wunderschöne Dorf in Südthüringen verzaubert - und Wecker-Konzerte sind garantiert legendäre Ereignisse - - - und das alles zugunsten meines geliebten Schlosses: Kinder, es ist der helle Wahnsinn!

Wir sehen uns, massenhaft!

prinz chaos II.






Das perfekte Jahr
The Work - - - The Party - - - The Work



Im chinesischen Kalender ist 2009 Jahr des Büffels. Genauer gesagt handelt es sich um den Büffel im Element Erde. Ausdauer und harte Arbeit sind gefragt. Sturheit beschwört Gefahr herauf. Wer Furche um Furche sein Feld bestellt, ohne Krampf, aber mit tiefem Ernst bei seiner Sache, der wird im Jahr des Erdbüffels reich belohnt werden. Sprunghaftigkeit, Wischi, Waschi, Lari und Fari werden gnadenlos bestraft.

Was in diesem Jahr begonnen und zu einem guten Ende gebracht wurde, das verspricht lange zu halten. Es ist ein Jahr, um Fundamente für die Zukunft zu legen. Für uns, 2009: das perfekte Jahr!

Während ich das sage, gießt es draußen in Strömen, nach zwei Tagen der heißen Sonne. Es ist einmal mehr in diesem Jahr der perfekte Zeitpunkt. Die japanischen Lärchen, die ich mit Atsushi im zukünftigen Tempelbezirk des Schlosses gepflanzt habe, Baron Stockhausens junger Wein und die gerade zur Reife kommenden Himbeeren jubilieren mit jedem Tropfen. Wer in diesem Frühjahr viele Samen und Pflanzen in den Boden gebracht hat, dem winkt in diesem perfekten Jahr die reiche Ernte.

Natürlich gibt es, wie immer im Leben, keine Garantien. Morgen schon könnte ein Hagel alles zerstören! Aber zum Aufbau einer besseren, gesünderen Welt gibt es keine Alternative. Und so ziehen wir weiter über die Felder, Furche um Furche, Schritt um Schritt.

Am 10. & 11. Juli steigt in Weitersroda das Große Erste Open Air. Auch dieses Event soll der Beginn von etwas Dauerndem sein. Ein erster, kühner Schritt.

Konzert Plakat Deswegen haben wir das Programm erweitert. Zusätzlich zum Konzert von Konstantin Wecker und der Bairischen Anmutung (Freitag, 20:00 Uhr) und zum Auftritt von F.U.C.K. (Samstag, 20:00) steigt ein Sommerfest rund ums Schloss. Es heißt, dieses beginnt am Samstag, um 12:00. Ob es aber nicht schon um die Mitternacht beginnt? Wir werden sehen – und weiter arbeiten - für das Große Fest im perfekten Jahr!


Prinz Chaos II.







 

 








Dem Sommer entgegen:


The Work, the work, the work




Nach einem ereignis- und arbeitsreichen April und der triumphalen Rückkehr der Unschuld rund um den Tag der Arbeit, geht es nun Schlag auf Schlag weiter ... mit Arbeit. Zwei Großprojekte stehen bevor.

Zuerst geht es ab sofort darum, das erste Open Air in Weitersroda am 10. / 11. Juli zu einem auf Anhieb legendären Erfolg werden zu lassen. Mit der Firma „Die Party Weitersroda GbR“ wurden professionelle Strukturen für die Durchführung dieses Ereignisses geschaffen. Aber machen wir uns nix vor: Wecker auf dem Sportplatz Weitersroda, am 10. Juli ab 20:00 – das ist nicht nur eine Sensation für die Region,
sondern stellt auch eine gigantische logistische Herausforderung dar.
Dazu kommt ein ganzer Festival-Samstag, mit F.U.C.K. als Headliner ... Klare Köpfe und helfende Hände werden gefragt sein.

Unmittelbar nach dem Open Air geht es dann weiter mit der Eröffnung einer Großbaustelle durch unseren Schlossbaumeister, Matthias Krauss. Die von Stadt und Land großzügig geförderten Arbeiten zur Sicherung des Süd-West-Giebels sollen nämlich noch im Juli beginnen. Für die Zukunft des Schlosses ist diese Sanierungsmaßnahme der alles entscheidende erste Schritt.

schlossgiebel

Erst wenn beide Projekte – Open Air und Sicherung des Süd-West-Giebels – erfolgreich verlaufen sind, wird im August rund um die Kirmes gefeiert. Bis dahin aber: The Work, the work, the work!


Prinz Chaos II.



PS: Reich gesegnet mit historischer Substanz, verfügt Weitersroda auch über das Landgut Friedrichsanfang, ein Ort der Lustbarkeiten aus der Barockzeit. Bitte beachtet die zahlreichen Festivitäten zu dessen 300 Jahrfeier am letzten Mai-Wochenende. Darunter, 29. Mai 2009, ab 19:00 im Festzelt: „Prinz Chaos II. singt & spricht zum Volk“




Die Rückkehr der Unschuld

Die Aufgabe war klar formuliert: vier Tage feiern! Mit ungeheurer Energie und dank einer gewaltigen Disziplinleistung aller Beteiligten wurde diese Anordnung seiner chöniglich-kaotischen Provokanz umgesetzt – auf Schloss Weitersroda wurde vom 30. April bis 3. Mai der Frühling ins Land gefeiert!

rueckkehr der unschuld

Drei Strukturen hatten sich für dieses Mammutprojekt zusammengetan: „Die Party Weitersroda“, die „Kulturbewegung Eisfeld“ und die „IG Kultur“ aus Fürstenfeldbruck. Vertreter der drei Strukturen hatten vorher nur einmal live an einem Küchentisch gesessen. Bis zur Ausgelassenheit fröhliches Chaos war also fest eingeplant.

Allerdings stand uns der Sinn weniger nach Exzess und grölendem Pack, als vielmehr nach Freundlichkeit, Gemeinsamkeit, Kunst, Kultur und einem besseren, freien Leben. Denn die Unschuld, sie war uns irgendwann zwischen dem 18. und 19. Oktober 2008 flöten gegangen. Jetzt luden wir sie nach einem stalingradesken ersten Schlosswinter ein, sich erneut zu uns zu gesellen.

Wir danken unseren Gästinnen und Gästen für ihr annehmliches Feierverhalten. Ihr, 400 oder 500 Leute, verteilt über vier Tage und drei Nächte - seid uns in Zukunft gewogen, wie auch wir Euch willkommen heißen werden. Menschen aller Altersgruppen sind gekommen, from every walk of life, aus Hildburghausen, Eisfeld, Suhl und München und Coburg und aus allen Dörfern rundherum.

Wir danken unserem eigenen Dorf! Achtsamkeit heisst, einen Schritt nach vorne zu unterlassen, bevor man auf dem Zeh seines Gegenübers gelandet ist. Wir waren bemüht, im Rahmen dessen zu bleiben, was auch ein feierfreudiges Dorf wie Weitersroda mitzumachen bereit ist. Trotzdem bitten wir Euch um Verzeihung für vier, bei aller Unschuld recht laute Tage.

Merkwürden, Prinz Chaos II., sprechen hiermit überdies den Polizeikräften ein dankendes Lob aus. Man darf nicht immer nur an die Öffentlichkeit gehen, wenn alles schief gegangen ist. Die zurückhaltende Präsenz der Einsatzkräfte war diesmal ein Garant für jenes Gefühl einer unbedrohten, letztlich aber auch wehrfähigen Geborgenheit, ohne die wirkliche Unschuld nicht möglich ist.

Alles in allem sind wir glücklich, dass alles so gut gegangen ist und wir danken allen, die sich dafür ins Zeug gelegt haben. Den zahllosen freiwilligen Helferinnen und Helfern aus Hildburghausen, Eisfeld und Fürstenfeldbruck. Natürlich den Bands, DJs und Performern, allen die an der Kunstausstellung im Paradiesvogelhaus (Fachwerkanbau) mitgewirkt haben, die mit aufgeräumt, mit aufgepasst, mit gearbeitet und mitgedacht und mitgefeiert haben.

Prinz Chaos II.

PS: Der „Prinz Chaos Award 2009“ übrigens geht an die „Gruppe 10. Mai“, deren wunderschöne Klänge der Unschuld das Tor zur Rückkehr geöffnet haben!




Ab jetzt: Frühling! - Verstanden?


Merkwürden höchstselbst haben die Initiative ergriffen, sind in die Toskana abgedampft und haben dort nicht nur unvergessliche Tage mit Kaiser Konstantin, Jo Barnikel und dem Spring String Quartett aus Linz verlebt. Auf dem Rückweg haben Seine Provokanz überdies und höchstpersönlich den Frühling vor sich her und über die Alpen getrieben und dabei noch ein alles in allem eher rätselhaftes neues Lied mitgebracht: Ventil der Welt.

Jetzt Frühling. Dann Sommer. Und beide haben es im Jahre 2009 in sich. Rund um den Maifeiertag ergibt sich zum Beispiel eine Kette von vier ausgesprochen partytauglichen Tagen und Nächten. Also wird es auf dem Schloss zu Weitersroda vom 30. April bis 3. Mai ein Frühlingsfest geben: „Die Rückkehr der Unschuld“. Es wird gemeinsam ausgerichtet von der Eventfirma „Die Party Weitersroda“, der Eisfelder „Kulturbewegung“ und der „IG Kultur“ aus Fürstenfeldbruck bei München.

Im Rahmen dieses Schlossfestes wird der Zentral-Anarch auch erstmalig sein neues Programm vorstellen: „Prinz Chaos II. spricht und singt zum Volk“. Selbiges Programm wird erneut zu erleben sein bei den Feierlichkeiten „300 Jahre Friedrichsanfang“, und zwar im Festzelt, am 29. Mai um 19:00.

Im Juni und Juli ist der chaotische Monarch dann zweimal in der Titelrolle des Theaterstücks „Der Drache“ von Jewgeni Schwarz zu sehen. Einmal im Theatersaal unseres Schwesterschlosses zu Bedheim, einmal in Weitersroda.
Am 10. und 11. Juli dann der absolute Höhepunkt des Jahres: das erstmalig veranstaltete Open Air Weitersroda, siehe: www.party-weitersroda.de

Freitags, am 10. Juli 2009, spielt Konstantin Wecker mit seiner Band „Die Bairische Anmutung“ das aktuelle Programm „Gutn Morgen, Herr Fischer“ – und zwar zu den benefizialischen Gunsten des Prinzen-Schlosses. Am 11. Juli spielt die Heavy Metall Band „F.U.C.K.“. Rund herum, aber auch vor und nach dem Festival, wird es Anlässe aller Art geben, sich in Weitersroda aufzuhalten. 


Also auf nach Weitersroda, das kleine Heiligtum am Südhang des Thüringer Waldes


Prinz Chaos II.

 





Schloss Weitersroda:
Dem Chaos eine feste Burg!


Prinz Chaos II. singt, schreibt, lebt, lacht und regiert auf dem 1478
erbauten Ritterschloss Weitersroda, im Süden des Thüringer Waldes - 3
Kilometer entfernt von der bayerischen Grenze, im schönen Landkreis
Hildburghausen.

In München geboren, führte die segensreiche Hand des kreativen Chaos
den Prinzen nach über 20 Umzügen und zwei Jahren ohne festen Wohnsitz,
über Hamburg Altona, Hamburg St. Pauli, Hamburg St. Georg, Köln rechts
vom Rhein, Tokyo & Yokohama, Köln links vom Rhein, Berlin Kreuzberg
und Berlin Mitte in das endgültige Domizil seines diesmaligen
Erdenlebens.

Die Ahnengalerie der Schlossherren zu Weitersroda weist von dem
Erbauer der ursprünglichen Anlage, Eucharius von Hessberg, über den
kunstsinnigen Porzellanmanufakteur Prinz Eugen bis hin zum
Brauereiunternehmer Carl Vetter eine stolze Reihe genialer Freaks und
ideenreicher Unternehmer auf - bevor zu DDR-Zeiten die VEB
"Gebäudewirtschaft" und die LPG "Befreites Land" das Schloss nutzten.

Seit Januar 2008 Eigentum und Residenz des Chaosprinzen, steuert das
von herrlichen Wäldern und einem stets feierfreudigen Dorf umgebene
Renaissanceschloss auf ein weiteres, großartiges Kapitel seiner
Geschichte zu.

Ein den Idealen freier Gemeinschaften verpflichteter Schlosskibbutz
wächst und gedeiht. Staatsform ist der von Seiner Provokanz dem
Chaosprinzen persönlich entwickelte "Anarcho-Monarchismus".