EIN STOLZES SCHIFF
Text: anonym um 1890
Musik: Schmeckenbecher
Bearbeitung: Florian Ernst Kirner
am Piano: Konstantin Wecker
Ein stolzes Schiff streich einsam durch die Wellen
und nimmt Euch Eure Brüder, Schwestern fort.
Die Fahne weht, die bunten Segel schwellen.
Die ganze Welt ist der Bestimmungsort.
Seht auf dem Verdeck wir stehen
uns noch einmal umzudrehen
Ins Heimatland, ins mütterliche Grün
Seht, wie wir übers große Weltmeer ziehn.
Seht, wie wir übers große Weltmeer ziehn.
Wir ziehn dahin, auf blauen Meereswogen
Die Freiheit bleibt des Glückes letzter Pfand
Um Zukunft, Recht & Einigkeit betrogen
Treibt uns die Dummheit aus dem deutschen Land.
Schauet auf, ihr Unterdrücker!
Schauet auf, ihr Volksbetrüger!
Seht Eure besten besten Arbeitskräfte flieh'n!
Seht, wie wir übers große Weltmeer ziehn.
Seht, wie wir übers große Weltmeer ziehn.
Der Sturmwind weht, wer wagt es noch, zu fragen:
Warum verlasst Ihr unser Heimatland?
Oh armes Deutschland, wie kannst Du es ertragen?
Hast Deine Besten immer noch verbannt.
Was wir suchen zu ergründen
Hoffen wir nun dort drüben zu finden
So ziehn wir zu neuen Ufern ab
Und finden unser Glück und / oder Grab.
