MARRAKESCH

 

Text & Musik: Prinz Chaos II.


Diese Stadt, entringt mir keine Lieder
Diese Stadt, entlockt mir keinen Schrei.
Gestern ging ein kleiner Regen nieder
auf diese rote Stadt
und schon vorbei.

Mara (°)
Mara
Marrakesch

So viele Dinge, von denen ich gerne schriebe:
die Heimlichkeiten, um die hier verbotene Liebe!
Bleiben ungeschrieben, hier im Lied
von dieser roten Stadt
von Geld und Armut satt.

Mara
Mara
Marrakesch

Neue Viertel schießen aus dem Boden!
"Hier baut der König!" steht auf einem Schild
Das passt nicht wirklich zu Arabiens Frühlingsmoden!
Aber der Wind of Change,
der bläst hier warm und mild
In diesem neuen, alten Land
wo so ein König noch so richtig was gilt!

In der Medina tummelt sich die Jugend
im Cyberpark der Telekom Maroc
Online sind die alten Bäume,
offline meine Kindheitsträume
von Kara Ben Nemsi
Hatschi Halef Oma, Dohjan & dem Schut…

Mara
Mara
Marakesch

Diese Stadt entlockt mir keine Lieder
Diese Stadt entlockt mir keinen Schrei
Gestern ging ein kleiner Regen nieder
auf diese rote Stadt,
und schon vorbei!



(°) Mara (oder Māra) (aus dem Sanskrit abgeleitet von marati, „sterben“, „morden“) ist im Buddhismus das Prinzip des Todes und des Unheils. Er stellt ein Symbol der leidvollen Welt des Samsara dar, und bildet in seiner Verkörperung des Todes zusammen mit dem Altern das zwölfte Glied der Kette des bedingten Entstehens. Personifiziert wird er als der Versucher beschrieben und so manchmal mit dem christlichen Teufel verglichen.