Florian Kirner  (Prinz Chaos)

Vielsaitiger Paradiesvogel

Mit sprachlicher Virtuosität, Mandoline, Waldzither, zwei Gitarren und einer dynamischen Gesangsstimme präsentiert sich Florian Kirner (Prinz Chaos) seinem Publikum. Zwischen den Liedern überzeugt er als Kabarettist, Poet und Geschichtenerzähler.

 

Florian Kirner ist ein hochtalentierter Tausendsassa!

Er hat Anglo-Amerikanische Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Japanologie studiert (- und abgeschlossen!). Er hat für die Werbeagentur BBDO und das Kulturreferat der Deutschen Botschaft in Tokio gearbeitet. In seiner Jugend war er zuvor „Berufsrevolutionär“ für eine linke Aktivistentruppe. Vor nunmehr zehn Jahren hat sich der Paradiesvogel dann in Südthüringen ein Schloss von 1478 gekauft!

Schloss Weitersroda (www.schloss-weitersroda.de) hat sich unter seiner Ägide zu einem lebendigen Ort mit Permakulturgarten, Eventbereich, Pferden und Musik entwickelt.

 

„Das Schlossprojekt hat mich allerdings auch extrem eingespannt.“, berichtet Kirner: „Jetzt ist es aus dem Gröbsten heraus, und ich habe wieder mehr Freiraum, mich meiner künstlerischen Bestimmung zu widmen.“

 

Als Liedermacher greift er dabei auf einen langen Erfahrungsschatz zurück. Der Urgroßvater Theo Prosel leitete ein Jahrzehnt lang die Münchner Künstlerkneipe „Simplicissimus“. Konstantin Wecker und Franz Josef Degenhardt, dessen Totenkonzert im Berliner Ensemble Florian Kirner initiierte, waren seine direkten Lehrer.

 

Auch die Liebe zur Natur merkt man den Liedern des Schlossherrn deutlich an. Immer wieder geht es dabei um die Bäume: „Ich betrachte mich als Baumhirte und habe mehrere Hundert Bäume selbst gepflanzt. Bäume sind eine Antwort auf viele unserer heutigen Probleme, seien sie ökologischer oder auch emotionaler Art.“

 

Dann geht es um Rebellen und Piraten, um warme Festivalnächte zu Zweit, um den Zauber alter Häuser und den Horror boomender Städte. Eine poetische Hommage an Nelson Mandela verwandelt das Publikum (im Idealfall) in einen afrikanischen Chor. Auch unter die Produzenten von Verschwörungstheorien ist der Sänger gegangen. Demnach lebt Michael Jackson nicht nur - sondern er ist auch nach Olching im Münchner S-Bahngürtel gezogen, wo er 63 Reihenhäuser und 29 Doppelhaushälften erworben hat.

 

Der vielbesaitete Musiker ist gereift. Seinen Künstlernamen „Prinz Chaos“ hat er in die zweite Reihe verbannt. „Ich brauche das Brimborium nicht mehr so dringend.“, erklärt Florian Kirner: „Meine Kunst ist stark genug, um für sich selbst zu stehen.“ Es gebe mehr als genug Spektakel in der Welt. Geschichtenerzähler, die wirklich etwas zu sagen haben, seien dagegen rar geworden.

Florian Kirner ist so einer.